Klerf: eine Fusionsgemeinde mit Lebensqualität!

1. Klerf: Eine Gemeinde mit Lebensqualität

Nachdem im Jahr 2011 aus den Gemeinden Klerf, Munshausen und Heinerscheid die neue Fusionsgemeinde Klerf hervorgegangen ist, stellen wir heute, sechs Jahre später, fest, dass unsere Ortschaften nicht ganz so zusammengewachsen sind, wie man das gewünscht hätte. Wir Piraten vermissen von den Verantwortlichen aus den vergangenen Jahren eine Vision, wie man die Einwohner näher zusammenbringen kann. Wir schlagen den Bürger daher eine Reihe an Punkten vor, die wir mit eurer Hilfe sehr gerne im nächsten Gemeinderat angehen möchten.

1.1. Klerf besser verbinden: ein City-Bus für unsere Gemeinde

Das aktuelle RGTR-Busnetz stammt noch aus einer Zeit lange vor der Gemeindefusion im Jahr 2011 und entspricht heute ganz schlicht nicht mehr den Bedürfnissen der Einwohner.
Nachdem jetzt einige Geschäfte und Dienstleistungen aus dem Ortskern Klerfs ins neue Shoppingcenter in Marnach abgewandert sind, macht sich dieser Umstand umso mehr bemerkbar. In einer der flächenmäßig größten Gemeinde des Landes ist der öffentliche Transport alles andere als optimal.

Die Piraten möchten deswegen im nächsten Gemeinderat die Idee eines „Cliärref Bus“ anstoßen. Wir stellen uns diesen Bus als eine Bus-Linie vor, welche alle unsere 17 Ortschaften miteinander verbindet. Jeder Einwohner und jeder Tourist sollte sich beim Einsteigen sicher sein, an jeden Punkt in unserer Gemeinde zu gelangen, ohne sich durch einen Dschungel aus Buszeitplänen der unterschiedlichsten Bislinien wühlen zu müssen.

Gleichzeitig soll die Vernetzung in der Region verbessert werden. Bei der Reorganisation des RGTR-Busnetzes müssen wir uns als Gemeinde für eine stärkere Anbindung an anere Gemeinden in der Gegend einsetzen. Die Einwohner wollen schneller und unkomplizierter ins Schwimmbad in Hosingen oder nach Wiltz oder Ettelbrück gelangen.
Es ist dabei wichtig, dass wir als Gemeinde ein Konzept entwickeln, welches bestmöglich an die Zeitpläne der Bahn und an die großen regionalen Buslinien angepasst ist.

Im Vorfeld der Reorganisation des RGTR-Busnetzes wollen wir als Piraten eine gemeindeweite Umfrage lancieren, die dann in die Diskussionen mit dem zuständigen Transport- und Nachhaltigkeitsministerium miteinfließen sollen.

1.2. Das Angebot der Nachtzüge allen Einwohnern zugänglich machen

Nachdem das Transport- und Nachhaltigkeitsministerium einer langjährigen Piratenforderung Rechnung getragen hat, fahren seit Dezember 2016 an den Wochenenden Nachtzüge. Da wir jedoch in lediglich 2 der 17 Ortschaften einen Bahnhof haben, können von diesem Angebot nur wenige Einwohner profitieren. Wir wollen dafür sorgen, dass eine Bus-Linie eingesetzt wird, welche auch zu den späten Abendstunden bzw. den frühen Morgenstunden die Einwohner sicher in ihre Ortschaft zurückbringt. Unser Konzept eines „Cliärref Bus“ würde sich hierfür hervorragend eignen.
Dies würde die Lebensqualität der Einwohner bedeutend erhöhen und unsere Gemeinde nicht nur für Touristen, sondern vorallem auch für unsere Jugend attraktiv machen. Die Sicherheit der Einwohner wiegt für uns schwerer als ekonomische Gedanken.

1.3. Mehr Wohnraum, der sich jeder leisten kann!

Klerf wird sich in den kommenden Jahren mit der Eröffnung des Lyzeums Edward Steichen bedeutend weiterentwickeln. Wir unterstützen daher aktiv den nachhaltigen Bau von Wohnungen, die sich zu mindestens einem Drittel aus Sozialwohnungen zusammensetzen. Wir wollen auch eine engere Kooperation mit der „Agence Immobilière Sociale“ (AIS) anstreben.
Beim Bau sollte auch auf eine gute Integrations ins Stadtbild der jeweiligen Ortschaften geachtet werden und einem ökologischen Aspekt Rechnung tragen.

1.4. Parksituation verbessern!

Mit den Umbauarbechten im Bereich des Klerfer Bahnhofs und der bevorstehenden Baustelle auf dem BeNeLux-Platz verlieren wir mit einem Mal eine große Anzahl an Parkplätze. Mit der Eröffnung des Lyzeums führt das auf lange Sicht zu einem essentiellen Parkplatzmangel. Nachdem seit Jahrzehnte über alternative Parkplatzmöglichkeiten nachgedacht wurde, bedauern wir es nun, dass noch immer nicht gehandelt wurde. Wir setzen uns für daher für eine kurzfristige Lösung ein, die aus einem Park & Ride im Bereich der Hall Polyvalent ein, der mit dem Zentrum mittels eines „Cliärref Bus“ verbunden werden soll.

Mittelfristig muss die Gemeinde jedoch in den Bau eines Parkhauses investieren. Wir unterstützen deswegen alternative Ideen von einem Parkhaus im Klatzewee bzw. in Kooperation mit der nationalen Bahngesellschaft CFL auf dem Grundstück des Bahnhofes. Beide Gebäude wollen wir auch unter einem ökologischen Gesichtspunkt verwirklichen, um den Impakt von Großbauten samt Stickstoffbelastung auf die Umwelt und die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

1.5. Klerf sicherer machen!

Wenn die Transversale fertig gestellt ist, wird sich der Transitverkehr durch LKWs im Ortskern Klerfs bedeutend reduzieren. Wir wollen spätestens dann im Zentrum ein sogenanntes Shared Space umsetzen, also eine verkehrsberuhigte Zone vom BeNeLux-Platz durch die Grand-Rue bis zum Altersheim. Beim Konzept des Shared Space teilen siche die Verkehrsteilnehmer und die Fußgänger gleichberechtigt die Straße. Schluss mit schmalen Gehwegen!
Dieses Konzept bietet ausserdem die Gelegenheit, dieses graue und trostlose Straße durch städtebauliche Maßnahmen aufzuwerten.

Auch in an deren Ortschaften ist ein derartiges Projet vorstellbar. Wir wollen einen Dialog zwischen Einwohner und Gemeinde anregen und bei einem Konsens das Projet mit den Einwohnern zusammen umsetzen.

1.6. Klerf: ein Zuhause für jeden!

Wir begrüßen es, dass die Gemeinde Klerf während der internationale Flüchtlingskrise Verantwortung zeigen wollte. Wir bedauern es allerdings, dass der Bürgermeister von den anfänglich versprochenen 300 Übernachtungsmöglichkeiten auf 150 heruntergegangen ist. Gleichzeitig bedauern wir auch die Bauweise der Unterkünfte für Schutzsuchende: durch die Lage ausserhalb der Ortschaft Marnach riskieren wir, diese Menschen von der Gesellschaft zu isolieren.

Wir Piraten sind der Meinung, dass Klerf sich weiterhin solidarisch zeigen muss. Jetzt, wo nicht mehr ganz die Dringlichkeit herrscht wie noch im Herbst 2015, halten wir es für angebracht, den Plan dieser Struktur neu zuüberdenken, um so eine positive Inklusion in die Gesellschaft zu fördern. Wir setzen uns für einen Gebäudekomplex ein, welcher weniger nach einer Notlösung aussieht, dafür aber die Würde und die Bedürfnisse der Menschen Rechnung trägt.
Wir stellen uns ein neues Viertel vor, das sich auch durch soziale Wohnungen für Einwohner mit geringeren finanziellen Möglichkeiten sowie durch Standard-Wohnungen auszeichnet, um so eine möglichst große Diversität zu garantieren. Von dieser Alternative profitiert am Ende jeder.

1.7. Stärker von staatlichen und europäischen Gelder profitieren!

Es existieren eine Reihe an Fördermittel, die durch den luxemburgischen Staat sowie der Europäischen Union bereitgestellt werden, so zum Beispiel AMIF, Horizon 2020 oder den FSE. Die Gemeinde sollte sich aktiver nach diesen Subventionsgeldern umsehen und diese Hilfen auch konsequenter in Anspruch nehmen.

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